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Aktuelles

Umbau Kita-Gruppen

Zum Start des neuen Kindergartenjahres, dürfen sich unsere Kinder, der "Kobolde" über die neu gestalteten Gruppenräume freuen. 
  

  

Der Förderbedarf bei Kindern ist durch die Pandemie gestiegen

Stadtoldendorf. Für Kindergartenkinder und ihre Eltern war die Corona-Pandemie keine einfache Zeit.
Das gilt umso mehr für Kinder, die geistig/seelisch, körperlich oder auch sprachlich eingeschränkt sind. Die
Kreisvereinigung der Lebenshilfe Holzminden betreibt drei heilpädagogische Kindergärten, einen Sprachheilkindergarten und eine
integrative Krippengruppe. Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt (SPD) besuchte nun gemeinsam mit Horst Maiwald die Geschäftsstelle
der Lebenshilfe in Stadtoldendorf, um sich mit der Geschäftsführung Carina Stegemann und Tonia Behrendt über die aktuelle Situation
in den Kindergärten auszutauschen. 


"Der Förderbedarf der Kinder ist im Zuge der Pandemie stark gestiegen, gerade im Bereich der Sprachförderung und der sozial/emontionalen
Entwicklung", erläutert Carina Stegemann. Neben den Folgen der Pandemie für die Kinder sei die Personalknappheit die zentrale Herausforderung 
in den Kindergärten. Teilweise mussten zwecks Verringerung des Personalaufwands Betreuungszeiten geändert oder Gruppen mit weniger Kindern
besetzt werden. " Wir haben leider fast im gesamten Betreuungsbereich solche Personalprobleme. Daher müssen wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass 
Berufe wie Erzieher*in oder Heilerziehungspfleger*in attraktiver werden, auch was die Ausbildungsbedingungen betrifft", betont die Landtagsabgeordnete
Sabine Tippelt. Allerdings ist der Personalmangel in heilpädagogischen Kindergärten und in Sprachheilkindergärten nicht so drastisch wie in anderen
Tagesstätten. Im August kann sich die Lebenshilfe über zwei neue Auszubildende freuen. Neben Personalmangel wirkt sich auch der kommunale
Geldmangel auf die Förderung von Kindern aus. Es kommt vor, dass Kinder, die Frühförderung als Teil der Eingliederungshilfe benötigen , lediglich Logopädie,
Ergo- oder Physiotherapie auf Rezept erhalten, obwohl der Ansatzpunkt ein ganz anderer wäre und zwar der im häuslichen Umfeld. Im Gespräch betont
Carina Stegemann, dass die Förderung im Falle von vorhandenen Mitteln noch früher beginnen müsste: "Eigentlich müssten wir schon bei der Geburt anfangen und so präventive Arbeit leisten", so die pädagogische Leiterin der Lebenshilfe.
Sie verweist auf zahlreiche Kinder. die sozial und emontional mehr Förderung benötigen. Nicht geleistete präventive Förderung muss aktuell dementsprechend später aufgefangen werden, etwa
in der Grundschule. " Wenn die Entwicklung erst einmal verzögert ist, ist sie im Nachhinein natürlich umso schwerer aufzuholen", verdeutlicht Stegemann.
Im Anschluss an das Gespräch konnten Sabine Tippelt und Horst Maiwald noch den heilpädagogischen Kindergarten der "Holzberg-Kids" in Stadtoldendorf besichtigen.
Da die Kinder gerade frühstückten, ergriffen sie die Chance und wählten das unbesetzte Bällebad als Fotomotiv. Für das kommende Jahr hat die Lebenshilfe einen Tag der offenen Tür geplant.

Quelle TAH 13.08.22